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Mrz 22 11

Der Kaminofen in Kombination mit der Wärmepumpe

by admin

Im Rahmen der heute immer höheren Energiekosten, geht der Trend eindeutig zur Kombination aus mehreren Heizsystemen. Dabei wird in der Regel die Kombination dieser Systeme so gewählt, dass die jeweiligen Nachteile der Heizsysteme so gut wie neutralisiert werden.

Dies gilt nicht nur für Neubauten. Gerade auch im Altbau ist es sinnvoll darüber nachzudenken verschwenderische Heizsysteme abzulösen. Eine Energieberatung durch Experten zahlt sich hier immer aus. Mit Unterstützung kann der Hausbesitzer, in Form von zinsgünstigen Darlehen oder eventuellen Zuschüssen, von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) rechnen als auch mit einem Bonussystem auf Bundesebene. Selbst die Energieberatung an sich wird gefördert und bezuschusst. Die genauen individuellen Voraussetzungen sind den entsprechenden Fördermitteldatenbanken zu entnehmen.
Bei diesen bivalenten Heizsystemen gibt es diverse Kombinationsmöglichkeiten, wobei die Symbiose aus der Wärmepumpe und dem Heizkessel eine der effektivsten ist. Wärmepumpen bieten niedrige Betriebskosten, haben dafür aber höhere Investitionskosten. Die Kaminöfen mit Wasserregister oder auch die Stückholzheizungen (Heizkessel) haben niedrige Investitionskosten und niedrige Betriebskosten, dafür muss wesentlich mehr Zeit für die Nutzung und Betreuung aufgewendet werden.

Detailliert stellt sich die o.a. Konstellation aus Wärmepumpe und Heizkessel wie folgt dar. Die Wärmepumpe ist die Hauptheizung, welche die Grundheizung bildet. Wärmepumpen arbeiten sehr effektiv und natürlich preiswert. Der Betreuungsaufwand durch den Benutzer ist sehr gering und bequem. Bei den Wärmepumpen gibt es grundsätzlich zwei Systeme. Die Außenluftwärmepumpe und die Abluftwärmepumpe. Für dieses bivalente Heizsystem eignet sich am besten die Abluftwärmepumpe, welche folgende Vorteile gegenüber der Außenluftwärmepumpe bietet:

Gerade im Winter ist die Abluft wärmer als die Außenluft, damit ist die Abluftwärmepumpe effizienter und erreicht eine höhere Leistung. Weiterhin wird generell die Energie der Abluft hierbei wieder gewonnen. Als Zusatzheizung fungiert der Heizkessel. Die preiswerte Anschaffung, leistet bei Bedarf sehr gute Unterstützung für die Wärmepumpe. Um einen größeren, manuellen Aufwand bei der Stückholzheizung zu vermeiden, sollte ein Pufferspeicher mit verwendet werden.

Jan 21 11

Brennholz für den Kaminofen kaufen!

by admin

Vor und nach dem Kaminofen Kauf stellen sich einige Fragen zur Beschaffung von Brennholz. Was nötig ist um ein knisterndes, gemütliches Feuer zu entfachen und dabei gleich richtig vorzugehen, lesen Sie hier.

Im Gegensatz zu den verknappenden, fossilen Brennstoffen wie Gas, Kohle und Öl ist Brennholz ein nachwachsender Rohstoff, der neutral verbrennt; also nur die gleiche Menge CO2 bei der Verbrennung freisetzt, wie er das bei natürlichem Verrottungsprozess tun würde. Ökologisch, wie auch ökonomisch, wird dieses Thema hier von allen Seiten beleuchtet, Wissenswertes und Praktisches zusammengefasst.

Holzsorten:

Die Wahl des richtigen Brennmaterials ist von entscheidender Bedeutung. Mit jedem Grad Raumtemperatur, das ein Holzkamin liefert, kann man seine Ölrechnung um ungefähr 6 % senken.

Die Wärmeleistung und Effizienz eines Kaminofens hängt unbedingt von der Qualität des Brennmaterials und seiner Verwendung ab. Entsprechend soll hier nunmehr die richtige Handhabung von Holz als Brennstoff erläutert werden.

In Deutschland werden überwiegend Holz von den Laubbäumen Eiche, Buche, Robinie und Birke sowie von den Nadelhölzern Kiefer und Fichte angeboten. Diese haben unterschiedliche Vor- und Nachteile bei der Verbrennung. (Flammenbild, Funkenflug, schneller oder langsamer Abbrand, Brennwert).

Brennwerttabelle:

HOLZART Holz Brennwert
kWh /rm
Holz Brennwert
kWh /kg
Zu ersetzende
Menge Heizöl Liter/rm
Eichenholz 2100 4,2 210
Buchenholz 2100 4,0 190
Robinienholz 2100 4,1 180
Ahornholz 1900 4,1 200
Birkenholz 1900 4,3 180
Ulmenholz 1900 4,1 180
Lärchenholz 1700 4,4 200
Kiefernholz 1700 4,4 180
Douglasienholz 1700 4,4 170
Erlenholz 1500 4,1 140
Fichtenholz 1500 4,5 140
Weidenholz 1400 4,1 130

Ob Sie nun Brennholz oder Briketts nutzen, Holz hat viele Vorteile.

  • Holz ist ein nachwachsender Rohstoff im Gegensatz zu den verknappenden, fossilen Brennstoffen wie Gas, Kohle und Öl, der neutral verbrennt; also nur die gleiche Menge CO2 bei der Verbrennung freisetzt, wie er das bei natürlichem Verrottungsprozess tun würde.
  • In Deutschland wird nachhaltige Waldpflege betrieben, das heißt, es werden nur soviele Bäume entnommen, wie nachwachsen können.
  • Im Vergleich zu den fossilen Brennstoffen, unterliegt Holz nicht den ständigen Preisschwankungen, sondern bleibt relativ stabil. Da die Waldpflege in Deutschland so gut funktioniert, wird dieser Brennstoff in Zukunft immer vorhanden sein.
  • Da dies der Fall ist, halten sich auch die Transportwege in Grenzen, was sich zusätzlich auf die Energieeinsparung auswirkt. In jedem Bundesland gibt es Förster und Händler, die in Ihre heimischen Regionen liefern. (Brennholzhändlerdatenbank)
  • Da die heutigen neuen Öfen alle der neuen BImSchV (1.Bundesemissionsschutzverordnung) entsprechen, also alle mit neuester Technik ausgestattet sind, haben sie einen hohen Wirkungsgrad, bei niedrigem Schadstoffausstoß.

Qualitätsmerkmale von Brennholz unabhängig von Holzsorte und Trocknungsgrad:

  • gutes Holz hat an seiner Außenseite immer noch Rinde, bzw. Rindenreste, egal welcher Art oder welchem Trocknungsgrad
  • die Beschreibung bei gekauftem Holz muss stimmen, Abweichungen von 5% bei der Scheitlänge, sowie 10% bei dem Reinheitsgrad der gekauften Sorte, werden als Abweichung toleriert

Lagerung von Brennholz – Trocknungsgrad:

Beim Preisvergleich der unterschiedlichen Holzsorten muss man nicht nur auf die Sorte, sondern auch unbedingt auf den Trocknungsgrad achte, also auf die restliche Holzfeuchte. Diese sollte idealerweise bei 10-20% Restfeuchtigkeit liegen, denn dann erst darf es als trockenes Brennholz verkauft werden. Ist der Gehalt an Feuchtigkeit höher, so um die 21-30%, spricht man von vorgelagertem Holz, dass noch nachgelagert werden muss. Alles über 30% gilt als frisch und ist noch nicht als Brennholz geeignet. Mit einem einfachen Test können Sie den Feuchtigkeitsanteil in Ihrem Holz, ohne teure Messgeräte bestimmen (Anleitung folgt in Kürze!). Weniger als 10% Holzfeuchte sollte aber nicht unterschritten werden, da sonst das Holz zu schnell verbrennt und der Heizwert sinkt.

Richtige Brennholzlagerung:

Der Ort für die richtige Lagerung von Brennholz für einen Kamin ist von entscheidender Bedeutung. Am Besten ist der  Standort Richtung Süden gewählt, z.B. an einer Hausmauer. Kellerräume sind nicht so gut geeignet, da es dort eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit gibt und die nötige Luftzirkulation fehlt. Schimmelbildung oder Fäule sind die Folge.

Am Wichtigsten bei der Brennholzstapelung ist die Durchlüftung des Holzes. Hat man den passenden Standort gefunden, z.B. Südseite des Hauses, beginnt man mit dem Bau einer Unterlage. Diese muss mindestens 10-20 cm hoch sein, z.B. hierfür eignen sich Paletten oder andere Harthölzer besonders gut. Am Besten stapelt man schon fertige Holzscheite, mit einer Länge von 25-33 cm, also keine Rundhölzer (instabilere Stapelung), da durch das Spalten eine größere Oberfläche entsteht und die Feuchtigkeit besser entweichen kann, was die Trocknung unterstützt.  Der Abstand zur Hausmauer sollte mindestens 5-10 cm, besser 15-20 cm betragen. Das Holz wird quer zur Windrichtung, idealerweise von West nach Ost gestapelt. An den Enden wird abwechselnd quer und längs gestapelt, das verstärkt den Holzstapel in der Standfestigkeit. Zwischen mehreren Stapeln Abstand wahren. Hat der Stapel die gewünschte Höhe erreicht fehlt nur die richtige Abdeckung. Am besten eignet sich ein kleines schräges Überdach, schräg nach vorne abfallend, als Wetterschutz. Nicht mit einer Plane oder Ähnlichem bedecken, da sonst die Luftzirkulation verhindert und die Schimmelbildung angeregt wird. Kaminholz sollte so ein bis drei Jahre gelagert werden.

  • Nur Holz, das lange genug abgelagert wurde,  nach 1-3 Jahren, verbrennen.
  • Ist das Kamin-Holz zu feucht, entstehen umweltschädliche Gase, es brennt schlecht an und ab, was den Brennwert schmälert und zur Versottung des Kamins führen kann. Davon spricht man, wenn kondensierte Abgase, wie Schwefel, Teer und Wasser, der Verbrennung in den Kaminstein einziehen, was zu unansehnlichen Flecken und unangenehmen Geruch führen kann, bis hin zur Zerstörung der Baumaterialien des Kamins.
  • Nicht irgendein Brennholz kaufen, sondern am besten eines mit einem guten Brennwert (siehe Tabelle oben). Das schont den Geldbeutel und macht weniger Arbeit beim Nachlegen.

Holzbriketts als Alternative

Alternativ zum Brennholz kann in solchen Öfen auch mit Holzbriketts geheizt werden. Pellets sind da ungeeignet und auch Hackschnitzel spielen im privaten Bereich eine untergeordnete Rolle.

HOLZBRIKETTS

Holzbriketts werden unter großem Druck aus unbehandelten, trockenen Holzresten, z.B. Hobelspänen gepresst. Dies erfolgt meist ohne Zusatz von Bindemitteln, die ein Volumen von 2% nicht übersteigen dürfen. Für gewöhnlich reicht die Bindekraft des Holzbestandteils Lignin aus. Das Brennverhalten gleicht dem von Hartholz. Der Qualitätsnachweis basiert auf DIN 51731. Die Holzbriketts verbrennen CO2 neutral. Sie sollten matt glänzen, aber nicht stauben. Der Wassergehalt liegt bei weniger als 10%, bei einem Heizwert von  mindestens 4,9 kWh/kg. Der Ascheanfall von 0,5% ist relativ gering bei einer Brenndauer von 3-5 Stunden.

RINDENBRIKETTS

Rindenbriketts werden unter großem Druck aus reiner, trockener Baumrinde gepresst. Die Herstellung erfolgt genauso wie bei den Holzbriketts. Der Vorteil von Rindenbriketts ist, dass sie ein hervorragender Gluthalter sind und auch mit anderen Brennstoffen, wie Holz oder Holzbriketts mischbar sind. Die Gluthaltephase reicht je nach Luftzugverhältnis von 8-16 Stunden, bei 1-3 Stück (mit je 1 kg). Beim Verbrennen haben diese Briketts eine Brenndauer von 2-5 Stunden.

BRIKETTS VS BRENNHOLZ

Hier hilft eigentlich nur der Vergleich kg zu kg und Restfeuchte zu Restfeuchte. Für Gewicht und Brennwert von Briketts und Brennholz gibt es keinen Unterschied. Es gilt ein kg Biomasse bleibt ein kg Biomasse, egal von was, außer dass hier vielleicht die Größe variieren würde. Das einzige was variiert ist hier der Preis:

1 RM Buchenholz (bei 10% Restfeuchte) wiegt ca. 400 kg, d.h. man braucht 2,5 RM um 1 Tonne zu erreichen. Der RM Buche wird für ca. 67-75 Euro inkl. Fracht und MwSt. verkauft, also 167,50 €/Tonne – 187,50 €/Tonne.

1 Tonne Briketts liegen so um die 180-250 €/Tonne inkl. Fracht und MwSt.

Das heißt hier knapp 1:0 für das Brennholz!

Hier die Vor- und Nachteile beider Materialien:

Brennholz:

Vorteil: schnelle Strahlungswärme, schönes Flammenbild, naturbelassen, Regionaler Bezug und Vertrieb, d.h. kurze Wege für den Verbraucher (also ökonomisch), überall verfügbar, sichert auch die Waldwirtschaft, etwas günstiger, beim „selber schlagen“ auch noch Spaß, Sport und noch günstiger!

Nachteil: oft nicht trocken, muss nachgelagert werden, Platz, arbeitsintensiv (aufstapeln), schnellerer Abbrand.

Briketts:

Vorteil: Sägespäne und anderer Holzabfall wird wiederverwertet, lange Brenndauer durch die hohe Verdichtung, sauber verpackt, weniger Lagerfläche, bequemer Transport, überall verfügbar.

Nachteil: Aufwendigere und energieintensive Herstellung, schlechtere Ökobilanz, da es oft importiert wird, lange Wege zum Verbraucher, langsamer Anbrand

Zusammenfassend darf gesagt werden, dass beide Produkte auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung haben, da sie alle beide CO2 neutral verbrennen. Als Mischung können sich beide jedenfalls hervorragend ergänzen. Z.B. Holz zum Anfeuern, um auf Betriebstemperatur zu kommen, zum Halten der Raumtemperatur dann die verdichteten Briketts verwenden, da Sie langsamer abbrennen. Ohne schlechtes Gewissen kann man beides in einem Kaminofen einsetzen und es ist ganz einem selbst überlassen, welche Wahl man trifft.

Viel Vergnügen beim Kaminofen Kauf!

Bei weiteren Fragen besuchen Sie bitte unsere Internetseite: www.feuerdepot.de
oder schicken eine Email an: info (at) feuerdepot.de.

Dez 17 10

Pelletofen kaufen

by admin

Wer sich einen Kamin- oder Pelletofen kaufen möchte, sollte sich vor dem Kauf gut informieren. Gerade bei den doch eher aufwendigen, da meist wasserführenden Installationen eines Pelletofen sollte unbedingt ein Fachmann hinzugezogen werden. Hier haben wir eine gute Info Page zum Thema Pelletofen gefunden: http://www.pelletofen-kaufen.de

Er hat Erfahrungen mit Pelletöfen?

Nov 23 10

Kaminofen kaufen -Kompaktwissen rund um den Kamin Kauf!

by admin

Kaminofen Kauf Kompaktwissen

Wissenswertes rund um den Kaminofen Kauf

Sie wollen sich einen Kamin anschaffen? Sie sind noch Laie? Hier bieten wir Ihnen eine Zusammenfassung der wichtigsten Fragen, vor dem Kauf eines Kaminofens. Damit auch Sie abends entspannt, bei einer Tasse Tee, vor dem knisternden Feuer sitzen und die wohlige Wärme Ihres Kamins in vollen Zügen genießen können. So finden Sie Ihn – Ihren geeigneten, Kaminofen.

Kompaktwissen zum Kauf eines Kaminofens

Beachtenswertes VOR dem Kauf

Vor dem Kauf ist es wichtig einige Dinge abzuklären. Hier die häufigsten Fragen und Antworten zum Kaminofenkauf!

Ab wann sollte der Schornsteinfeger dabei sein?

Der Schornsteinfeger sollte von Anfang an dabei sein. Er prüft, ob der Anschluss überhaupt problemlos möglich ist und welche Auflagen in Ihrem Bundesland erfüllt werden müssen (Regensburger Norm, ÖNorm, DINplus, Münchner Norm, BlmSchV, EN-Normen). Falls ein Schornstein vorhanden prüft er die Möglichkeiten des Anschlusses und berät Sie gerne bei der Wahl der in Frage kommenden Kamine oder Heizsysteme.

Der Schornsteinfeger muss Ihren Kamin abnehmen. Ohne Ihn geht es nicht, schon allein wegen der Versicherung. Außerdem gelten in den Verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Sicherheitsbestimmungen. Diese betreffen z.B. den Feuerschutz des Fußbodens oder den Abstand des Ofenrohrs zur Wand. Wer also Ärger oder Umbaumaßnahmen vermeiden will, zieht gleich den Schornsteinfeger zu Rate.

Was ist die 1. Bundesimmisionsschutzverordnung?

Die neue Bundesimmissionsschutzverordnung (BlmSchv) regelt unter welchen Bedingungen kleine und mittlere Feuerungsanlagen, wie Gas-, Öl-, Kohle- und Holzheizungen betrieben werden dürfen. (Grenzwerte, Brennstofftabelle, etc.) Ziel ist einfach gesagt die Feinstaubemission zu verringern, also unsere Gesundheit zu schützen und auch noch die Nachbarschaftsstreitigkeiten wegen Geruchsbelästigung unterbinden. Dies gilt für bestehende, sowie für neue Einzelfeuerungsraumanlagen. Gilt ab einer Nennwärmeleistung von 4 Kilowatt.

Datum
auf dem Typschild
Zeitpunkt
der Nachrüstung/bzw. Ausserbetriebnahme
bis einschließlich 31.12.1974 oder Datum nicht
mehr feststellbar
31.12.2014
01.01.1975 – 31.12.1984 31.12.2017
01.01.1985 – 31.12.1994 31.12.2020
01.01.1995 bis zum Inkrafttreten der Verordnung 31.12.2024

Was möchten Sie mit Ihrem Kamin oder Ofen erreichen?

Die Frage sollten Sie sich sehr zu Herzen nehmen, da diese am Essentiellsten für die Anschaffung ist. Möchten Sie ein flackerndes Feuer, hinter Glas, wegen der Optik, nicht wirklich wegen der Wärme? Möchten Sie Ihre Zentralheizung z.B. abends mit einem Kamin entlasten, die Optik ist egal? Möchten Sie eine neue schadstoffarme Primärheizung mit toller Optik und Design? Wie viele m² sollen beheizt werden?

Sie entscheiden, wie Sie den Ofen/Heizung nutzen wollen.

Bedenken Sie auch die Möglichkeit damit Warmwasser zu erzeugen. Je nachdem brauch Sie zusätzliche Anschlüsse, wie Wasserrohre  oder auch mehr oder weniger Nennleistung. Hier spielt zusätzlich auch der Preis, die Materialqualität und das Design eine Rolle. Auch ob Sie in einem Baumarkt oder in einem Fachhandel kaufen.

Welcher Platz ist geeignet?

Meistens werden Kaminöfen im Erdgeschoss installiert, der Ort des Schornsteins bestimmt den Platz des Kamins. Ist dieser gefunden, sollte einige Regeln geprüft werden, z.B. den Sicherheitsabstand von umliegenden Gegenständen. Dazu gehören Möbel und Wände, die einen Mindestsicherheitsabstand von 20 cm zu den Metallteilen des Kamins haben sollten und zu dem Feuerraum und dessen Glastür einen Mindestabstand von 80 cm. Besser ist ein bisschen mehr, denken Sie auch dran, das Sie die Glastür öffnen werden, zum nachlegen beispielsweise.

Egal mit welchem Brennstoff Sie heizen, es kann zu Funkenflug kommen. Um Ihren Fußboden zu schützen, falls dieser nicht aus Stein, Fliesen oder ähnlichem Feuerfesten Material besteht, muss unbedingt eine Feuerschutz-Bodenplatte eingeplant werden. Diese bestehen meist aus Glas oder Metall und sollten den Fußboden mindestens 50 cm vor und 30 cm neben dem Kaminofen schützen.

Es gibt aber auch baulich Bedingte Sicherheitsmaßnahmen, z.B. beim Einbau eines Kamines in ein Niedrigenergiehaus. Zwingend hier erforderlich eine externe Verbrennungsluftzufuhr, da der angeschlossene Kamin sonst die Abgase nach draußen befördert, sich aber seine Luft zum Verbrennen aus dem Raum holt, Unterdruck entsteht, der Sauerstoffgehalt für die Bewohner sinkt oder im schlimmsten Fall, sich die Luftrichtung ändert und anstatt die Abgase ins Freie zu ziehen, würde alles ins Hausinnere gelangen.

Welche Öfen gibt es?

Ein Kaminofen oder Schwedenofen ist ein Ofen für fossile oder biogene Brennstoffe, der neben oder vor einem Schornstein steht und mit einem Ofenrohr an den Schornstein angeschlossen ist. Er ist also meist nicht eingebaut und hat eine geschlossene Brennkammer mit Sichtfenster. Die Luftzufuhr ist regelbar, der Wirkungsgrad erreicht meist über 80%, höher als bei offenen Kaminen.

Ein offener Kamin, ist die in die Raumwand eingebaute Variante. Er gibt die Wärme direkt an die Raumluft ab. Da die Brennkammer nicht geschlossen ist und die hohe Luftzufuhr nicht regelbar ist, gibt er verhältnismäßig viele Schadstoffe ab.

Ein wasserführender Kaminofen speist meistens einen großen Teil der Wärme mittels Wärmetauscher in den Wasserkreislauf der Zentralheizung ein, der Rest der Wärme wird an den Raum abgegeben. Auch die Heißwasserversorgung kann dadurch gewährleistet werden.

Ein Pelletofen ist ein Ofen, der, wie der Name schon sagt, mit Pellets betrieben wird. Hier unterscheidet man die Pellet-Einzelöfen, mit direkter Wärmeabstrahlung im Aufstellraum, und die Pelletheizungen, die als Anlagen für den Betrieb der Zentralheizungen ausgelegt sind inklusive Steuer- und Regeltechnik.

Was sind die gängigen Qualitätsmerkmale?

Es ist natürlich hier ein großer Unterschied, ob der Kaminofen in einem Baumarkt oder Fachhandel gekauft wurde. An anfänglich gedachten Schnäppchen aus dem Baumarkt, wird man am Ende doch nicht froh, da Einbau, Bodenplatte, Anträge, etc. nicht im Preis inbegriffen ist.

Der Preis für einen Markenkamin spiegelt die Kosten für Konstruktion und Herstellung, sowie Materialien und das Individuellere Design wieder. Ist aber dringend anzuraten, um langjährige Freude damit zu haben.

In beiden Fällen muss der Kamin eine Prüfplakette mit einer Registriernummer aufweisen, ansonsten Finger weg!

Qualitätsmerkmale sind unteranderem:

Ein CE-Zeichen, das für Brand- und Betriebssicherheit der Feuerstätte steht.

Gütesiegel, das den Kaminofen als besonders schadstoffarm ausweist.

Die Türen sollten bündig und somit dicht schließen, und auch nicht quietschen.

Der Korpus und der Griff sollte keine Roststellen aufweisen.

Eine dicke Wand, dickeres Stahl oder Eisen mit einer ausreichenden Schamottierung, lässt dann auch das Gewicht steigen. (Masse speichert Wärme!)

Eine Verkleidung des Kaminofens, aus Natur- oder Speckstein verändert das Wärmeverhalten positiv.

Markenhersteller liefern auch noch nach 20 Jahren Ersatzteile.

Welche Brennstoffe dürfen verwendet werden?

Wer glaubt, er darf in seinem Kamin alles verbrennen, was er möchte, irrt sich gewaltig. Die zur Verbrennung in Kaminöfen bzw. Kleinfeuerungsanlagen zugelassenen Holzarten, sind in der 1.BImSchV geregelt worden.

Grill-Holzkohle

Holzkohlebriketts

Naturbelassenes Stückholz mit und ohne Rinde

Hackschnitzel, sowie Reisig und Zapfen

Naturbelassenes Nichtstückholz wie Sägemehl, Späne, Schleifstaub und Rinde

Presslinge in Form von Briketts nach DIN 51731 oder vergleichbare Presslinge; Pellets

Nur das oben stehende ist in einem Holzofen, -heizung zulässig. Alles andere gehört nicht in den Ofen.

Imprägnierte Hölzer (z.B. Zaunlatten)

Lackiertes Holz (z.B. Möbelteile, alte Fensterrahmen)

Beschichtetes Holz (z.B. Möbelteile, alte Fensterrahmen)

Spanplatten aller Art

Für weitere Informationen rund um das Thema Brennholz, lesen Sie bitte unsere Broschüre, Kompaktwissen Brennholz!

Welche Förderungen gibt es für Kaminöfen oder Pelletöfen?

Das Wiederaufleben des Förderprogramms der BAFA bringt jedoch einige Veränderungen mit sich, da neue Anträge nur noch nach neuen Förderrichtlinien gestellt werden können. Diese Richtlinien sind wesentlich enger gefasst und schließen zum Beispiel Anlagen in Neubauten, Solarkollektoranlagen für die Warmwasserbereitung oder luftgeführte Pelletöfen und Scheitholzvergaserkessel explizit aus.

Die Förderung gilt jedoch weiterhin ausdrücklich für Pelletkessel, Pelletöfen mit Wassertasche und für Holzhackschnitzelkessel. Die absolute Höhe der finanziellen Förderung hängt von der Leistungsfähigkeit des jeweiligen Pelletofens ab, wobei hier auch unterschiedliche Module kombinierbar sind. So gibt es neben einer Basisförderung der BAFA auch Effizienz- und Innovationsboni. Weiterhin bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ab einer gewissen Größenordnung Kredite mit Tilgungserlass.

Es lohnt sich, die entsprechenden Förderrichtlinien vor dem Erwerb eines Pelletofens mit Wassertasche gründlich durchzuarbeiten, denn so mancher Hausbesitzer hat hier schon bares Geld des Staats verschenkt.

Anträge, etc. sind kostenlos in der Infothek des Feuerdepots runterzuladen!

Welche Begriffe gibt es noch?

Scheibenspülung:
Damit sich kein Ruß an der Scheibe ablagert, wird vorgewärmte Verbrennungsluft an der Sichtglasscheibe entlanggeführt.

Säubern eines Kaminofens: Bei richtiger Verbrennung selten nötig. Aber zu erreichen mit Stahlwolle, Glaskratzer und üblichen Reinigern. TIPP: Zeitungspapier anfeuchten, in die Asche tunken und die Glasscheibe damit abwischen. Funktioniert einwandfrei!

Asche Entsorgung: Bitte nur zum Düngen von Blumen verwenden, nicht für Nutzpflanzen, da sich immer  Schwermetalle oder ähnliches in der Asche befinden könnte. Ansonsten, auskühlen lassen und ab damit in die Mülltonne.

Dauerbrandfähigkeit:
Die Dauerbrandfähigkeit ist die Fähigkeit einer Feuerstätte, ohne Brennstoffaufgabe und ohne Eingriff in den Verbrennungsablauf eine bestimmte Mindestdauer bei Kleinstellung der Luftzufuhr so weiter zu brennen, dass das Glutbett am Ende des Zeitraumes wiederentfacht werden kann. DIN EN 13240 beschreibt diese Zeitbrand-, Dauerbrand-Feuerstätten genau.

Nennwärmeleistung:Hiermit wird die von einem Heizgerät wirklich nutzbare Wärmeleistung bezeichnet. Im Dauerbetrieb des Gerätes ist sie die höchst abgegebene Wärmemenge pro Zeiteinheit. Bei der Planung einer Heizanlage ist das zusammen mit der Wärmebedarfsberechnung ein entscheidender Faktor bei der Bestimmung der benötigten Leistung.

Wärmebedarf:
Den für die Beheizung eines Raumes erforderlichen Wärmebedarf bezeichnet man als Heizlast. Der Wärmebedarf ist abhängig von der Isolierung, der Fensterfläche, Raumgröße und -höhe eines Hauses. Genaue Wärmebedarfsberechnungen sind kompliziert und zeitaufwendig. Ungefähr zu errechnen aber auch mit der Faustformel: Quadratmeter x 100W

Bei weiteren Fragen besuchen Sie bitte unsere Internetseite: www.feuerdepot.de
oder schicken eine Email an: info (at) feuerdepot.de.